Die am häufigsten vorkommende Dornbiegetechnik bei Rohren ist „Rotary Draw Bending”, die Drehbiegetechnik (stauchend und dehnend). Durch diese präzise Produktionsmethode können dünnwandige Rohre mit sehr kleinen Biegeradien (auch weniger als 1D) qualitativ hochwertig hergestellt werden. Selbstverständlich spielt das passende Biegewerkzeug in Kombination mit der Biegemaschine und dem Material eine Schlüsselrolle.

Bei der Dornbiegetechnik wird mittels einer sich drehenden Biegeform die Rundung gebildet und der Radius bestimmt, wobei das Rohr mit ausreichender Kraft in einem Spannblock fixiert wird. Eine Führungsschiene drückt das Rohr in die Vertiefung der Biegeform. Die Basis wird somit durch die Biegeform, den Spannblock und die Führungsschiene gebildet.

Zur Vermeidung möglicher Fehler während des Biegeprozesses (Abflachung des Rohres, Faltenbildung im Bogeninnenbereich) ist es häufig notwendig, einen inwendigen (flexiblen) Dorn und Faltenglätter zu benutzen.

Für jedes Rohrmaß, jeden Radius, jede Wandstärke und Materialsorte ist also ein anderes Werkzeug erforderlich. Ein Mitgliedsunternehmen des DTBA verfügt häufig über viele Biegeformen. Dadurch ist fast immer eine Alternative vorhanden, falls eine Biegeform mit passendem Biegeradius nicht unmittelbar zur Verfügung stehen.