Biege- und Walztechnik

Biegen und Walzen sind Techniken, bei denen das Material, Rohr oder Profil, mithilfe diverser Werkzeuge gezwungen wird, einen bestimmten Radius (eine bestimmte Rundung) anzunehmen. Unter Einfluss eines Biegemoments wird das Material auf einer Seite ausgedehnt und auf der anderen Seite gestaucht. Es wurden diverse, für jede spezifische Anwendung geeignete Vorgehensweisen entwickelt.

Biegen versus Walzen

Die Begriffe Biegen und Walzen werden häufig miteinander verwechselt, es sind jedoch zwei völlig verschiedene Techniken. Die Biegetechnik wird meist bei einem kleineren Radius (Biegeradius), die Walztechnik bei größeren Radien angewendet.

Das Biegen ist eine Technik, bei denen das Material mithilfe diverser Werkzeuge gezwungen wird, einen bestimmten Radius anzunehmen. Unter Einfluss eines Biegemoments wird das Material auf einer Seite ausgedehnt und auf der anderen Seite gestaucht.

Beim Walzen wird jedoch angestrebt, Dehnung und Stauchung zu vermeiden. Nur durch Rollen wird das Material (Rohr oder Profil) in Schritten rund geformt. Diese Technik wird sowohl warm als auch kalt angewendet.

Auch hierbei gilt, dass Mitgliedsunternehmen des DTBA Sie gerne beraten, ob ein bestimmtes Produkt besser gebogen oder gewalzt werden kann.

Vorteile der Biege- und Walztechnik

  • Nur eine Bearbeitung
  • Energieersparnis
  • Keine Schweißnähte
  • Keine oder geringere Nachbearbeitung
  • Entwurfsfreiheit
  • Haltbarkeit
  • Anlieferung vorgefertigter Produkte
  • Kostenersparnis
  • Optische Vorteile
  • Materialverformung
  • Standardisierung und Qualität
  • Hohe Form- und Maßhaltigkeit
  • „Formfreiheit” (Freiformbiegen)

Anwendungsbereiche

Die Biegetechnik wird in allen Bereichen angewendet:

  • Offshore und Petrochemie
  • Maschinenbau in der Nahrungsmittel- und pharmazeutischen Industrie
  • Maschinenbau allgemein
  • Bau und Konstruktion
  • Umzäunungen und Straßenmobiliar
  • Möbelindustrie
  • Automotive und Schiffbau
  • Halbleiter